Das Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk im Innenministerium wird sich auf den fiberdays 2026 erneut mit einem Stand auf dem Gigabit-Campus präsentieren. Als zentrale Stelle für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Baden-Württemberg wird des Kompetenzzentrums aktuelle Entwicklungen im Bereich der Breitbandförderung, der Mobilfunkversorgung und der Satellitenkommunikation vorstellen und zeigen wie Baden-Württemberg den digitalen Ausbau weiter beschleunigt.
Fiberdays, organisiert vom Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) e. V., bringen am 25. und 26. März 2026 rund 300 internationale Aussteller zusammen und bieten einen umfassenden Überblick über Themen, Technologien und Innovationen aus den Bereichen Telekommunikation und Digitalisierung. Die Leitmesse gilt als zentraler jährlicher Treffpunkt für Branche, Kommunen, Politik und Forschung und ist damit ein ideales Umfeld, um die Arbeit des Kompetenzzentrums sichtbar zu machen und den Austausch mit dem Fachpublikum zu vertiefen.
Das Kompetenzzentrum bleibt Treiber einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur und gestaltet – im engen Austausch und im Schulterschluss mit den beteiligten Akteuren beim Bund, bei den Ländern, den Kommunen und der TK-Branche – aktiv die Zukunft der digitalen Versorgung im Ländle.
Das Team des Kompetenzzentrums freut sich auf Ihren Besuch und steht für Austauschgespräche bereit – von Fördermöglichkeiten über technische Herausforderungen bis hin zu aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Glasfaser, Mobilfunk und Satellitenkommunikation.
Baden-Württemberg treibt den Ausbau gigabitfähiger Glasfasernetze zielgerichtet voran. Das Land setzt auf vielfältige und komplementäre Unterstützungsnagebote im Bereich der Breitbandförderung und enge Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren.
Dabei übernimmt das Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk im Innenministerium die Verantwortung für alle wichtigen Themen der digitalen Infrastruktur – vom Breitbandausbau, über den Mobilfunk bis hin zur Satellitenkommunikation.
Das Land baut auf starke Bündnisse: Im Sommer 2025 wurde der Glasfaserpakt Baden-Württemberg geschlossen. Er bündelt die Kräfte von Land, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, die nur in enger Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privatwirtschaftlichen Unternehmen gelingen kann.
Mit einer intelligent gesteuerten Förderpolitik sind seit dem Jahr 2016 insgesamt 7,35 Milliarden Euro in den geförderten, landesweiten Breitbandausbau geflossen – die Landesregierung hat davon 3,5 Milliarden und der Bund weitere 3,85 Milliarden Euro investiert.
Für Investitionsentscheidungen nutzt das Land fundierte Datengrundlagen. Der Gigabitatlas Baden-Württemberg veranschaulicht die Entwicklung des Ausbaus digitaler Infrastruktur – transparent und nachvollziehbar.
Um den Fortschritt und die Erfolge im Breitbandausbau sichtbar zu machen, zeichnet das Land Kommunen, die eine Gigabitverfügbarkeit von mindestens 90 Prozent haben, mit dem Award „Gigabitkommune@BW“ aus.
Damit zeigt das Land Baden-Württemberg wie strategische Partnerschaften und engagierte Kommunen gemeinsam den Weg in eine vollständig vernetzte Zukunft ebnen.
Der Mobile World Congress (MWC 2026) war erneut der zentrale Treffpunkt für Mobilfunkexperten weltweit. Vom 2. bis 5. März versammelte die Messe in Barcelona rund 2.000 Aussteller und über 100.000 Besucherinnen und Besucher, die gemeinsam an der Zukunft der vernetzten Welt arbeiten. Die Branche nutzte den MWC, um die nächste Phase des digitalen Wachstums einzuleiten – eine Ära, in der künstliche Intelligenz, intelligente Netzwerke und sichere digitale Infrastrukturen den Alltag prägen.
Die Eröffnungskeynote setzet klare Prioritäten für die kommenden Jahre. Die Industrie steht an einem Wendepunkt, an dem technologische Innovation und gesellschaftliche Verantwortung eng miteinander verknüpft sind:
- 5G vollständig umsetzen: Viele Länder haben 5G eingeführt, aber nicht im vollen Funktionsumfang. Erst ein flächendecktes 5G ermöglicht industrielle Echtzeitanwendungen, autonome Systeme und neue Geschäftsmodelle.
- Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen: KI wird zur Basistechnologie – in Geräten, Netzen und Anwendungen. Gleichzeitig wächst der Anspruch, KI offen, aber auch sicher zu gestalten.
- Digitale Sicherheit priorisieren: Mit zunehmender Vernetzung steigen Risiken durch Cyberangriffe, Betrug und Desinformation. Die Branche fordert engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um digitale Resilienz zu stärken.
Der MWC Barcelona lieferte starke Impulse – auch für Baden-Württemberg.
Ob 6G Netze, KI Devices oder neue Robotik Anwendungen: Die Technologien, die in Barcelona präsentiert werden, treffen genau die Stärken unseres Landes – Industrie, Mobilität, Produktion und Forschung.
Perspektivisch können den Datenanforderungen der Zukunft vor allem skalierbare Glasfasernetze und leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur gerecht werden. Um mit dem wachsenden Bedarf an Breitbanddiensten Schritt zu halten, ist eine intelligente Kombination aus verschiedenen Zugangstechnologien entscheidend. Verschiedene Zugangstechnologien bilden das Fundament für neue Anwendungen, Geschäftsmodelle und Innovationen.
Glasfaser ermöglicht stabile, symmetrische und hochzuverlässige Datenübertragungen. Ohne Glasfaser können Rechenzentren, moderne Forschungseinrichtungen, Industrie 4.0 und Cloud-basierte Anwendungen nicht funktionieren.
Das hybride Glasfaser-Koaxialkabel (HFC), das sowohl Glasfaser als auch Koaxialkabel aus Kupfer kombiniert, ermöglicht mit dem Standard DOCSIS 3.1 Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s im Download. Mit der Weiterentwicklung zu DOCSIS 4.0 erhöht sich perspektivisch die maximale Downloadgeschwindigkeit auf 10 Gbit/s, die Uploadgeschwindigkeit steigt auf 6 Gbit/s.
Weitere Puzzlesteine im Gesamtsystem sind Funkverbindungen wie leistungsfähige Mobilfunk- und Satellitenverbindungen. Beide sind sogenannte Shared Media, bei denen sich mehrere Nutzer gleichzeitig dieselben Bandbreiten teilen und daher nur eine Ergänzung zum Festnetz. Im Mobilfunkbereich bleibt 4G die Basisversorgung für mobile Daten, während 5G hohe Bandbreiten, geringe Latenzen und industrielle Anwendungen ermöglicht. Mobilfunk, auch in seiner Weiterentwicklung zu 6G, ist essenziell für zukünftige Anwendungen in Logistik, vernetzter Mobilität, Landwirtschaft und öffentlicher Sicherheit. Besonders in Baden-Württemberg, mit seiner anspruchsvollen Topografie und vielen abgelegenen Höfen, können Satellitenverbindungen eine wichtige Versorgungssicherheit in schwer erreichbaren Regionen bieten
Eine effiziente Nutzung und Kombination bestehender und neuer Technologien sind technisch sinnvoll, wirtschaftlich notwendig und strategisch entscheidend für den digitalen Fortschritt. In Zukunft werden verschiedene Technologien nicht nur nebeneinander existieren, sondern zunehmend verschmelzen. Bei dieser sogenannten Netzkonvergenz wachsen Festnetz, Mobilfunk und Satellitenkommunikation zu einer durchgängigen Infrastruktur zusammen.