Die Breitbandfamilie aus ganz Baden-Württemberg versammelte sich auf Einladung des Innenministeriums BW in Stuttgart, um mit dem Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) über die Potenzialanalyse für den Breitbandausbau zu reden.
Die Potenzialanalyse für den Breitbandausbau beschäftigt die Breitbandcommunity seit dem Förderausruf für den Graue-Flecken-Ausbau im Jahr 2023. Vorgesehen wurde die Potenzialanalyse des eigenwirtschaftlichen Ausbaus von Glasfaseranschlüssen in der Gigabitstrategie des Bundes (2022) und entwickelt seitens des Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) mit dem Ziel der Quantifizierung des möglichen eigenwirtschaftlichen Ausbaus in den Kommunen aus der Sicht der Telekommunikationsunternehmen.
Die Potenzialanalyse sollte ein Instrument werden, das den Markt sichtbar macht und für mehr Transparenz in den Einschätzungen hinsichtlich des möglichen Bedarfs an Förderung sorgt. Seit der Veröffentlichung der Potenzialanalyse wurde diese durchaus kritisch diskutiert. So war es auch am 05. Juni 2024 in den Konferenzräumen des Innenministeriums BW, wo die Akteure im geförderten Ausbau in Baden-Württemberg mit dem WIK zusammenkamen, um sich die Vorstellung der Analyse insbesondere im Hinblick auf Baden-Württemberg anzuhören. Der Austausch und die durchaus kritischen Stimmen aus der Breitbandcommunity wurden seitens des WIK ernst angenommen. Ein wichtiges Ergebnis des Termins ist, dass die Kommunen gebeten wurden Daten für die Präzisierung und Weiterentwicklung der Potenzialanalyse an WIK zu übersenden:
- Für alle Kommunen: FTTB/H-Ausbauplanungen der Unternehmen (möglichst auf Ebene der Adressen und Anbieter)
- Für Kommunen, die MEV durchgeführt haben: die Ergebnisse des MEV (geplante Adressen, die gefördert werden sollen)
Durch das verbesserte Verständnis seitens der Kommunen und die Weiterentwicklung der Potenzialanalyse durch WIK soll diese an Relevanz als Steuerungsinstrument in der Breibandförderung (z. B. bei den Branchendialogen) gewinnen.
Die Präsentation der Potenzialanalyse durch WIK, der anschließende Austausch und der aus der Diskussion resultierende intensivierte Datenaustausch mit den Kommunen soll zu einem noch effizienteren Glasfaserausbau in Baden-Württemberg beitragen.
Mit einer neuartigen Funktechnologie für smarte digitale Städte und Gemeinden profitieren alle Menschen im Land von der Digitalisierung. Deshalb fördert die Landesregierung solche Projekte nun mit 383.000 Euro.
„Die Digitalisierung eröffnet auch Städten und Gemeinden neue Möglichkeiten. Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) ist ein intelligentes Werkzeug für eine smarte digitale Stadt. Das klingt kompliziert, ist aber im Kern ganz einfach. LoRaWAN steht für eine Funktechnologie. Sie hat eine große Reichweite, braucht kaum Energie und kann Daten intelligent miteinander verknüpfen. Konkret bedeutet das: Sie kann den Parkverkehr intelligent steuern, indem sie Autofahrerinnen und Autofahrer zu freien Plätzen führt. Sie kann die Beleuchtung nach Bedarf einstellen und damit entweder Energie sparen oder Plätze besser ausleuchten. Sie kann Mülleimerfüllstände erfassen, die Bewässerung von Pflanzen automatisch anstoßen – und vieles mehr. Deshalb fördern wir als Land, als Digitalisierungs- und Kommunalministerium jetzt auch solche Projekte mit 383.000 Euro. Wir sind fest davon überzeugt: Mit dieser Technik profitieren die Menschen im Land auf allen Ebenen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides an das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart.
Die komplette Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.
Am 17.06.2024 fand die achte Ausgabe der Morgenstadt Werkstatt mit rund 260 Teilnehmenden aus Kommunen und Verwaltungen sowie der Start-Up Szene in Heilbronn statt.
Die Morgenstadt Werkstatt NEO 2024 ist das Innovationsfestival für Zukunftskommunen und Verwaltung in Baden-Württemberg. Der Fokus der diesjährigen Veranstaltung war auf den interkommunalen Austausch gerichtet. In Keynotes und Workshops wurden Beispielprojekte aus Forschung und kommunaler Praxis vorgestellt, die als Ideen- und Impulsgeber den Nutzen digitaler Lösungen greifbar machen.
Den Auftakt der Morgenstadt Werkstatt gestalteten Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen des Landes Baden-Württemberg und Schirmherr der Veranstaltung, Andreas Ringle, Bürgermeister der Stadt Heilbronn, Prof. Dr. Oliver Riedel, Institutsleiter des Fraunhofer IAO, und Steffen Jäger, Präsident und Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags Baden-Württemberg.
Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Morgenstadt erhalten Sie auf den Seiten der Digitalakademie@bw sowie dem Fraunhofer IAO.
Die ersten Haushalte in der Gemeinde Ötisheim wurden am 13. Juni 2024 im feierlichen Rahmen an das hochmoderne Glasfaser-Netz des Zweckverbands Breitbandversorgung im Enzkreis angeschlossen.
Der Enzkreis hat sich auf den Weg gemacht, den Bürgerinnen und Bürgern das schnelle Glasfaserkabel bis ins Haus zu verlegen. Im Rahmen der groß angelegten Infrastrukturmaßnahme sollen in der Zukunft insgesamt 12.000 Haushalten mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden.
Am 13. Juni 2024 wurden bei der feierlichen Inbetriebnahme die ersten Haushalte in der Gemeinde Ötisheim an das schnelle Internet angeschlossen. Dass im Enzkreis die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen groß ist, hat die Vorvermarktung im Ausbaugebiet gezeigt: Dabei haben sich mehr als ein Drittel der Anwohnerinnen und Anwohner für einen Glasfaseranschluss ausgesprochen!
Die große Verantwortung für den Bau und Weiterentwicklung des passiven Glasfasernetzes trägt der Zweckverband Breitbandversorgung im Enzkreis. Für die Gesamtmaßnahme wurden dafür insgesamt 300 Millionen Euro an Fördermitteln bei Bund und Land beantragt. Vodafone ist im Projekt für die aktive Netzinfrastruktur verantwortlich. Zusätzlich kümmert sich Vodafone um den Betrieb, die Vermarktung der Anschlüsse sowie die Bereitstellung von Diensten wie Internet, TV und Telefonie. Die ersten Kundenanschlüsse wurden jetzt durch den Projektpartner Vodafone Deutschland angeschaltet.
Der Ausbau im Enzkreis soll Schritt für Schritt und Hand in Hand in den nächsten Jahren abgeschlossen werden.
Für den Ausbau wünschen wir gutes und schnelles Vorankommen!
Am 8. Juni 2024 erfolgte in der Gemeinde Gemmrigheim der Spatenstich zum Ausbau des Glasfasernetzes.
In den kommenden Monaten wird es geschäftig in der Gemeinde Gemmrigheim: Die Bagger rollen an um das Verlegen der ultraschnellen Glasfaserkabeln zu ermöglichen. Insgesamt sollen 140 Haushalte und Gewerbebetriebe in der Gemeinde in den Genuss des hochmodernen Internets kommen. Die Projektpartner bei dieser Maßnahme sind der Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg und die NetCom BW in Zusammenarbeit mit der Netze BW. Das Projekt wird durch das Land Baden-Württemberg und den Bund gefördert. Der Bürgermeister und Gastgeber Dr. Frauhammer bedankte sich bei den Anwesenden für die Zusammenarbeit. Die Gemeinde Gemmrigheim trägt einen Anteil von 10% der Gesamtkosten der Maßnahme.
Für den Ausbau wünschen wir gutes und schnelles Vorankommen!
Der monatliche News-Recap: Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen bei der Digitalisierung in Baden-Württemberg auf einen Blick.
Land stärkt Digitalisierung in der Pflege
Baden-Württemberg baut seine bundesweite Vorreiterposition im Bereich Innovation und Digitalisierung in der Langzeitpflege weiter aus. Mit mehreren Maßnahmen will die Landesregierung die Digitalisierung und Personalgewinnung in der Langzeitpflege im Land weiter stärken.
Mobilfunk auf dem Dach des Innenministeriums
Die Mobilfunkversorgung in Stuttgarts Innenstadt wird künftig noch besser. Auf dem Dach des baden-württembergischen Innenministeriums wurde eine öffentliche Mobilfunkanlage errichtet und in Betrieb genommen.
Mehr als 111 Millionen Euro für Breitbandausbau
Das Land investiert seit Jahren Milliarden in den Breitbandausbau. In der aktuellen Förderrunde übergab Digitalisierungsminister Thomas Strobl 26 Zuwendungsbescheide für 16 Zuwendungsempfänger aus elf Landkreisen.
Land präsentiert „KI-Ökosystem“ in Berlin
Das Land hat bei der Veranstaltung „KI und neue Arbeitswelt: AI Mindset made in BW“ das baden-württembergische „KI-Ökosystem“ präsentiert. Dieses ist durch die enge Verzahnung von Forschungseinrichtungen, KI-Entwicklern, Start-ups und Unternehmen sehr stark und bildet damit einen der wichtigsten Schlüssel für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Wirtschaft.
Innovationslabor eröffnet in Konstanz
In Konstanz eröffnet der zweite „Urban Innovation Hub“ Baden-Württembergs und informiert Unternehmen und Privatpersonen über Zukunftstechnologien. Ziel ist es, Innenstadtbetriebe wie den stationären Einzelhandel, die Gastronomie und die Freizeitwirtschaft zu stärken.
Neue Präsidentin der Cybersicherheitsagentur
Nicole Matthöfer wird neue Präsidentin der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. „Im Bewusstsein der großen Verantwortung meiner neuen Aufgabe freue ich mich sehr, die Leitung einer so wichtigen Behörde wie der CSBW übernehmen zu dürfen“, sagt sie zu ihrem Amtsantritt. Als Präsidentin der CSBW trägt sie die Gesamtverantwortung für den weiteren Ausbau der Behörde.
Der monatliche News-Recap: Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen bei der Digitalisierung in Baden-Württemberg auf einen Blick.
Open Innovation-Kongress Baden-Württemberg 2024
Am 8. April 2024 fand im Haus der Wirtschaft in Stuttgart der neunte Open Innovation Kongress Baden-Württemberg statt. Im Zentrum des Kongresses standen Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung, um den Innovationsstandort Baden-Württemberg zu stärken.
Digitaler Arbeitsplatz für Lehrkräfte startet
Mit dem Digitalen Arbeitsplatz für Lehrkräfte geht der letzte offene Baustein der Startkonfiguration der modularen Digitalen Bildungsplattform SCHULE@BW in Betrieb. Weitere ergänzende Bausteine zur Digitalisierung werden auch in Zukunft hinzukommen.
Transfermobil bringt Pflege-Innovationen ins Land
Das neue Transfermobil ermöglicht Pflegekräften direkt vor Ort das Ausprobieren und Erleben neuer Pflege-Innovationen. Dadurch wird der Bedarf an zeitintensiven Schulungen mit langen Anfahrtswegen reduziert. Zudem ermöglicht das Projekt einen gezielten Austausch von Wissen, Erfahrungen und Erkenntnissen in der Langzeitpflege.
Acht Finanzierungszusagen für junge Unternehmen
Das Förderprogramm Start-up BW Pre Seed startet mit acht Finanzierungszusagen für junge Unternehmen erfolgreich in das Jahr 2024. Künstliche Intelligenz (KI) ist der klare Themenschwerpunkt in der ersten Auswahlrunde 2024. Das zeigt, dass junge baden-württembergische Unternehmerinnen und Unternehmer die riesigen Chancen auf diesem Gebiet erkannt haben und nutzen wollen
Zwölf Projekte für bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen
Zwölf weitere Projekte aus dem Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ erhalten die Chance auf Förderung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich begeistert von den Projektideen für das Bauen von morgen.
Am 9. April 2024 fand der feierliche Spatenstich für den Glasfaserausbau in Gottmadingen statt. Der Bürgermeister Dr. Michale Klinger begrüßte die Gäste und hob besonders hervor, dass sowohl die Aussiedlerhöfe als auch Sportheime und Schützenhäuser angeschlossen werden. Insgesamt haben sich im geförderten Bereich 338 private Haushalte und 90 Gewerbe für einen Glasfaseranschluss entschieden. Zunächst soll das Backbone zwischen Bietingen und Gottmadingen verlegt werden und dann die geförderten Anschlüsse.
Das Vorhaben ist eines bei dem alle beteiligten partnerschaftlich an einem Strang ziehen: Das Land und der Bund fördern zusammen 90 Prozent der Gesamtkosten. Die Gemeinde Gottmadingen stemmt einen Eigenanteil von 10 Prozent und unterstützt darüber hinaus das Telekommunikationsunternehmen NetCom BW bei der Koordination des Vorhabens. Drei Bautrupps der Firma SOLI Infratechnik GmbH werden sofort mit dem Bau des Backbones anfangen. Darüber hinaus hat sich die Gemeinde auch das fachliche Know-how der Firma BK-Teleconsult GmbH geholt. Gemeinsam lässt sich die Zukunft halt besser gestalten!
Allen Projektpartnern wünschen wir viel Erfolg!
Der monatliche News-Recap: Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen bei der Digitalisierung in Baden-Württemberg auf einen Blick.
Weitere 100 Millionen Euro für den Breitbandausbau
Das Land investiert weitere rund 100 Millionen Euro in den Breitbandausbau der Kommunen. Damit entstehen knapp 20.000 neue Teilnehmeranschlüsse. Seit 2016 wurden gemeinsam mit dem Bund bereits über sechs Milliarden Euro in die digitale Zukunft des Landes investiert.
„Gesund und digital im Ländlichen Raum“ geht in die nächste Runde
Digitale Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen bieten große Chancen für den Ländlichen Raum. Das Projekt „Gesund und digital im Ländlichen Raum“ stärkt die gesellschaftliche und digitale Teilhabe älterer Menschen. Es wird nun auf alle ländlichen Landkreise erweitert.
Künstliche Intelligenz an Hochschulen
Über 150 Vertreterinnen und Vertreter aller Hochschularten haben sich über das Thema „Künstliche Intelligenz“ ausgetauscht. Ziel ist es, Lehrende mit Erfahrungen in der Vermittlung von KI-Kompetenz und der Anwendung von KI-Tools mit Interessierten zusammenzubringen, die künftig KI stärker in ihre Lehre einbringen möchten.
Künstliche Intelligenz im Fokus des Weltverbrauchertags
Beim Weltverbrauchertag 2024 stehen die Chancen und Möglichkeiten, aber auch die Gefahren von Künstlicher Intelligenz im Fokus. Die Europäische Union nimmt mit einer neu verabschiedeten Verordnung zur Künstlichen Intelligenz eine internationale Vorreiterrolle ein.
Weitere Förderung von E-Government-Koordinatoren
E-Government-Koordinatorinnen und -Koordinatoren stehen den kreisangehörigen Städten und Gemeinden als wichtige Multiplikatoren mit Rat und Tat zur Seite. Das Innenministerium hat deshalb in Abstimmung mit den Kommunalen Landesverbänden das Förderprogramm verlängert.
Am 6. März 2024 fand die dritte Regionalkonferenz der BBV in Mosbach statt. Daniel Röck, Referatsleiter im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, stellte Ideen und Impulse vor, wie der landesweite Glasfaserausbau gemeinsam erfolgreich vorangebracht werden kann.
Rund 70 Vertreter von Städten und Gemeinden, Stadtwerken und Zweckverbänden sind am 6. März nach Mosbach gekommen, um gemeinsam mit Vertretern der BBV und der Infrafibre-Gruppe den Stand des Glasfaserausbaus zu diskutieren und sich über die neusten Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene zu informieren. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Unternehmensstrategie und der aktuellen Herausforderungen durch die beiden Geschäftsführer der BBV Deutschland, Jochen Mogalle und Martin Naber, richteten sich die Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Achim Brötel, und des Main-Tauber-Kreises, Christoph Schauder, mit Grußworten an die Gäste. Anschließend referierte Sven Butler vom Gigabitbüro des Bundes über die Chancen und Herausforderungen beim Breitbandausbau in Deutschland und stellte die Arbeit des Gigabitbüros vor. Im Anschluss stellte Referatsleiter Daniel Röck Ideen und Impulse vor, wie der landesweite Glasfaserausbau gemeinsam erfolgreich vorangebracht werden kann. Volker Braun, LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG und Obmann des DIN-Gremiums zur DIN 18220, stellte Details der neuen DIN-Norm vor, mit der alternative Verlegemethoden wie bspw. Fräsen oder das Stufenschleifverfahren geregelt werden. Anschließend schilderte der Fachjournalist Marc Hankmann, wie die Glasfaser nicht nur in die Erde, sondern auch „in die Köpfe“ kommen kann und welche Hürden für die Akzeptanz der Glasfaser bei den potenziellen Kunden aktuell bestehen. Abschließend fand ein offener Dialog mit den Teilnehmern der Regionalkonferenz statt. Insbesondere aktuelle Verzögerungen verschiedenster Ausbauprojekte lösten dabei auch kritische Stimmen aus. Geschäftsführer Martin Naber erläuterte die derzeitigen Herausforderungen (insbesondere die starken Kostensteigerungen bei Baudienstleistungen und Material sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit von spezialisierten Generalunternehmen), welche einen zügigen Ausbau im letzten Jahr erschwert hätten und gegenüber den Vorjahren schwieriger geworden seien. Dennoch bekannten sich die Geschäftsführer der BBV Deutschland zum flächendeckenden Ausbau im ländlichen Raum.
Mit seinem Vortrag knüpfte Referatsleiter Röck direkt an den Veranstaltungstitel an: „Miteinander besser vernetzt“. Denn „miteinander“ und „gemeinsam“ sind wesentliche – wenn nicht gar die Faktoren für das Gelingen des Ausbaus der digitalen Infrastruktur. Das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus kann nur gemeinsam durch ein konstruktives Zusammenwirken aller beteiligten Akteure erreicht werden. Nach einem Überblick über die Bedeutung der Glasfaser für unsere digitale Zukunft und über die aktuellen Herausforderungen im flächendeckenden Breitbandausbau kam MR Röck auf die Bedeutung und europarechtlich verankerte Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen zu sprechen, das Land eigenwirtschaftlich mit schnellem Internet zu versorgen. Die Breitbandförderung kann (und darf) es nicht leisten, in allen Bereichen, in denen grundsätzlich ein eigenwirtschaftliches Potenzial besteht, Infrastrukturen zu errichten, nur, weil die Nachfrage der Nutzer derzeit noch nicht den wirtschaftlichen Erwartungen der Unternehmen entspricht. Die privaten Telekommunikationsunternehmen haben angekündigt, deutschlandweit bis ins Jahr 2025 50 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau zu investieren. Der sehr begrüßenswerte Plan der BBV, einen umfassenden Netzausbau im Neckar-Odenwald-Kreis sowie im Main-Tauber-Kreis vorzunehmen, zeigt anschaulich die Dynamik des privatwirtschaftlichen Engagements. Dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau wirtschaftlich nicht darstellbar ist und daher ausscheidet, kann mit dem geförderten Breitbandausbau ein Lückenschluss vorgenommen werden. Ohne ein gewisses Verständnis für die unterschiedlichen Interessen, daraus resultierenden Positionen und Vorgehensweisen der anderen Beteiligten zu entwickeln, wird es nicht gehen. Der stetige Austausch zwischen den Akteuren ist deshalb enorm wichtig – wie beispielsweise im Rahmen des vom Innenministerium Baden-Württemberg initiierten Runden Tischs Glasfasernetze, der zur besseren Vernetzung aller beteiligten Akteure und Intensivierung der Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau in Baden-Württemberg im Januar 2023 implementiert wurde. Daniel Röck appellierte deshalb an die Kommunen, die Telekommunikationsunternehmen vor Ort in ihren Ausbauvorhaben nach Möglichkeit zu unterstützen (z.B. durch eine gemeinsame Information über Ausbauvorhaben, gegenüber Bürgern Unterstützung signalisieren, Unterstützung im Rahmen der Genehmigungsverfahren, pragmatische Lösungssuche für Probleme vor Ort, etc.). Umgekehrt nahm er auch die Telekommunikationsunternehmen in die Pflicht, zum einen nach Möglichkeit geförderte Strukturen zu nutzen und in ihre Planungen einzubeziehen. Und zum anderen beim eigenwirtschaftlichen Ausbau auch langfristige Vertragsabschlüsse mit einzukalkulieren und im Einzelfall im Sinne einer Mischkalkulation auch zunächst weniger ertragreiche Gebiete mit auszubauen. Abschließend richtete MR Röck seine ausdrückliche Bitte und das Angebot an alle, die am Ausbau beteiligt sind – sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Seiten der Telekommunikationsunternehmen – mit Anregungen, Ideen sowie Problemstellungen auf das Kompetenzzentrum Breitband und Mobilfunk im Innenministerium zuzugehen.