Perspektivisch können den Datenanforderungen der Zukunft vor allem skalierbare Glasfasernetze und leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur gerecht werden. Um mit dem wachsenden Bedarf an Breitbanddiensten Schritt zu halten, ist eine intelligente Kombination aus verschiedenen Zugangstechnologien entscheidend. Verschiedene Zugangstechnologien bilden das Fundament für neue Anwendungen, Geschäftsmodelle und Innovationen.
Glasfaser ermöglicht stabile, symmetrische und hochzuverlässige Datenübertragungen. Ohne Glasfaser können Rechenzentren, moderne Forschungseinrichtungen, Industrie 4.0 und Cloud-basierte Anwendungen nicht funktionieren.
Das hybride Glasfaser-Koaxialkabel (HFC), das sowohl Glasfaser als auch Koaxialkabel aus Kupfer kombiniert, ermöglicht mit dem Standard DOCSIS 3.1 Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s im Download. Mit der Weiterentwicklung zu DOCSIS 4.0 erhöht sich perspektivisch die maximale Downloadgeschwindigkeit auf 10 Gbit/s, die Uploadgeschwindigkeit steigt auf 6 Gbit/s.
Weitere Puzzlesteine im Gesamtsystem sind Funkverbindungen wie leistungsfähige Mobilfunk- und Satellitenverbindungen. Beide sind sogenannte Shared Media, bei denen sich mehrere Nutzer gleichzeitig dieselben Bandbreiten teilen und daher nur eine Ergänzung zum Festnetz. Im Mobilfunkbereich bleibt 4G die Basisversorgung für mobile Daten, während 5G hohe Bandbreiten, geringe Latenzen und industrielle Anwendungen ermöglicht. Mobilfunk, auch in seiner Weiterentwicklung zu 6G, ist essenziell für zukünftige Anwendungen in Logistik, vernetzter Mobilität, Landwirtschaft und öffentlicher Sicherheit. Besonders in Baden-Württemberg, mit seiner anspruchsvollen Topografie und vielen abgelegenen Höfen, können Satellitenverbindungen eine wichtige Versorgungssicherheit in schwer erreichbaren Regionen bieten
Eine effiziente Nutzung und Kombination bestehender und neuer Technologien sind technisch sinnvoll, wirtschaftlich notwendig und strategisch entscheidend für den digitalen Fortschritt. In Zukunft werden verschiedene Technologien nicht nur nebeneinander existieren, sondern zunehmend verschmelzen. Bei dieser sogenannten Netzkonvergenz wachsen Festnetz, Mobilfunk und Satellitenkommunikation zu einer durchgängigen Infrastruktur zusammen.
Am 19. Februar 2026 kamen die Projektpartner nach Pfullingen, um den Ausbaustart des künftigen Glasfasernetzes zu feiern. Vor Ort waren unter anderem Bürgermeister Stefan Wörner, die Geschäftsführung der OEW Breitband GmbH mit Stefan Herzhauserl, Vertreter des Innenministeriums Baden-Württemberg mit Dr. Arndt Möser, des Bundesprojektträgers aconium GmbH sowie der Unternehmen SPIE Infratech GmbH und Netcom BW GmbH.
Für Bürgermeister Wörner ist der Spatenstich ein Meilenstein für Pfullingen auf dem Weg in die Digitalisierung: „Der Breitbandausbau ist für Pfullingen ein zentrales Zukunftsprojekt. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern verlässlich vorankommen und Schritt für Schritt die Voraussetzungen für schnelles Internet in der gesamten Stadt schaffen. Damit stärken wir unseren Wirtschaftsstandort und sorgen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger, Schulen und Unternehmen zeitgemäß digital angebunden sind.“
Ziel des Ausbaus ist die Erschließung der Hellgrauen Flecken. Durch die Digitalisierungsmaßnahme werden nun die bisher unterversorgten Haushalte und Gewerbebetriebe mit schnellen Glasfaserleitungen ausgestattet.
Die Ausbaumaßnahme in Pfullingen startet im April 2026 und umfasst Gesamtkosten von rund 13,2 Millionen Euro.
Wir wünschen ein schnelles Vorankommen beim Breitbandausbau.
Der Glasfaserausbau in Baden-Württemberg schreitet mit großen Schritten voran. Ende 2025 wurden von bisher 3,5 Milliarden Euro landesseitig bewilligten Geldern mehr als eine Milliarde Euro ausbezahlt. Ausbezahlt heißt auch: Es wurden Projekte vor Ort umgesetzt und fleißig Glasfaser verlegt.
Ein Verlegewerkzeug, das in der baden-württembergischen Topografie regelmäßig zum Einsatz kommt, ist die sogenannte Erdrakete. Die Erdrakete, im Fachjargon Bodenverdrängungsrakete, ist ein druckluftbetriebenes Stahlgerät, das sich mit kräftigen, schnellen Schlägen durch den Boden schiebt. Von einem Startschacht aus arbeitet sie sich mehrere Meter weit vor, bis sie im Zielschacht wieder auftaucht. Der Boden wird dabei nicht ausgegraben, sondern verdrängt – daher der Fachbegriff Bodenverdrängungsverfahren.
Das Verfahren ist nicht für jede Art von Boden geeignet. Die Erdrakete stößt an ihre Grenzen dort, wo der Untergrund felsig ist oder dort, wo millimetergenaue Präzision gefragt ist. So gräbt die Erdrakete mehrere Meter Hohlraum pro Stunde durch die Erde oder den Kies, in den später die Leerrohre und Kabel eingezogen werden. Gerade im ländlichen Raum, der im geförderten Ausbau in Baden‑Württemberg im Fokus steht, ist die Erdrakete – neben konventionellen Tiefbauverfahren und anderen Verlegemethoden – ein unverzichtbares Puzzleteil für einen erfolgreichen, flächendeckenden Glasfaserausbau.
Die Glasfaserbranche hat ihre eigenen olympischen Momente: Bei den Spleiß-Meisterschaften treten die besten Fachkräfte an, um zu zeigen, was Präzision wirklich bedeutet. Glasfaser-Spleißen verlangt absolute Konzentration, ruhige Hände und einen Fokus, der sprichwörtlich laserscharf ist.
Die Konkurrenz an teilnehmenden Unternehmen ist stark und die Fachkräfte, die an den Start gehen, gehören zu der Spitze ihres Berufs. Unter Wettbewerbsbedingungen müssen sie die Qualität und Quantität ihres Handwerks unter Beweis stellen. Es sind die ruhigen Hände der Glasfaser-Fachkräfte, die den digitalen Wandel im Hintergrund vorantreiben. Gut ausgebildetes Fachpersonal bleibt entscheidend, um die ambitionierten Ziele des bundesweiten Glasfaserausbaus zu erreichen.
Mit Spannung richtet sich der Blick nun auf den nächsten Fibercup 2026, der im Rahmen der Fiberdays 26 (25.-26. März 2026) ausgetragen wird. Dort werden die besten Glasfaser-Fachkräfte erneut antreten und voraussichtlich neue Maßstäbe beim Spleißen setzten, sodass der digitale Wandel weiter voranschreiten kann.
Der Digital Networks Act (DNA) soll sicherstellen, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der EU Zugang zu schnellen, robusten, leistungsfähigen und sicheren Netzen haben.
Die Europäische Kommission hat am 21. Januar 2026 mit dem Entwurf des Digital Networks Act (DNA) eine weitreichende Verordnung vorgelegt, mit der die bestehenden EU-Vorschriften grundlegend modernisiert, vereinfacht und europaweit harmonisiert werden sollen.
Mit der Umsetzung des Digital Networks Acts soll die fragmentierte Regulierung der Mitgliedstaaten überwunden, Bürokratie abgebaut und europaweite Rechtsicherheit geschaffen werden. Damit werden die richtigen Voraussetzungen für Unternehmen etabliert, um Innovationen und Investitionen in die digitalen Infrastrukturen wie Glasfaser und Mobilfunk, einschließlich Cloud- und KI-basierter Lösungen, voranzutreiben.
Der geplante Digital Networks Act (DNA) sieht eine Reihe an Schlüsselmaßnahmen vor:
- Telekommunikationsunternehmen, die europaweit ihre Dienste anbieten, sollen sich künftig nur noch in einem Mitgliedstaat registrieren müssen („EU Singe Passport“).
- Ein Frequenzgenehmigungsrahmen auf EU-Ebene soll Anreize für den Aufbau europaweiter Satellitenkommunikationsdienste schaffen.
- Nationalen Frequenzgenehmigungen sollen für längere Zeit erteilt und die Lizenzen standardmäßig verlängerbar werden, um Planbarkeit zu verbessern. Gemeinsame Frequenznutzung soll gefördert werden.
- Ein Krisenvorsorgeplan auf EU‑Ebene, der Europas Netze resilienter machen und besser gegen wachsende Risiken wie Naturkatastrophen oder ausländische Eingriffe wappnen soll, ist ein weiteres Kernstück der Verordnung.
- Der Übergang von kupferbasierten Netzen zu modernen Glasfasernetzen soll deutlich beschleunigt werden. Verbindliche Migrationspläne der jeweiligen Mitgliedsstaaten sollen sicherstellen, dass der Ausstieg der Kupfer-Glas-Migration nachhaltig sowohl für Verbraucher als auch für Netzbetreiber gewinnbringend verläuft.
Der Entwurf des Digital Networks Act (DNA) hat die nächste Hürde genommen und geht nun zur Diskussion an das Europäische Parlament und den Europäischen Rat.
Der monatliche News-Recap: Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen bei der Digitalisierung in Baden-Württemberg auf einen Blick.
eAkte bei Polizei landesweit eingeführt
Die Polizei Baden-Württemberg hat zum Jahresende 2025 den landesweiten Rollout der elektronischen Akte bei allen Polizeipräsidien und dem Landeskriminalamt abgeschlossen.
Kooperation bei digitalen Bildungsplattformen zeigt Erfolge
Die Kooperation zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beim Aufbau der jeweiligen Digitalen Bildungsplattform zeigt Erfolge. Die Bildungsplattformen profitieren von der Zusammenarbeit.
9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Baden-Württemberg hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in 2025 mit rund 9,7 Millionen Euro gefördert. Die DLR-Institute sind wichtige Partner, um Zukunftstechnologien zu erforschen und Innovationen auf den Markt zu bringen.
Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro
Das Land fördert 29 Projekte des kommunalen Breitbandausbaus mit über 231 Millionen Euro. Mit den bewilligten Maßnahmen entstehen landesweit 57.396 neue Glasfaseranschlüsse.
Erster erfolgreicher Datenabruf über nationales Datensystem
Die Stadt Korntal-Münchingen hat als erste Pilotkommune erfolgreich Fahrzeugdaten über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) abgerufen.
340 Millionen Euro für Digitalen Knoten Stuttgart
Das Land treibt zusammen mit dem Verband Region Stuttgart die Digitalisierung seiner Schienenfahrzeuge für den Digitalen Knoten Stuttgart voran. Es erhält dafür vom Bund eine Förderung von knapp 340 Millionen Euro.
Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat im Innenministerium Baden-Württemberg Förderbescheide in Höhe von 231,16 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau übergeben. Insgesamt profitieren 22 Zuwendungsempfänger mit 29 Projekten.
„Leistungsfähige digitale Netze sind heute weit mehr als technische Infrastruktur. Sie sind die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, gleichwertige Lebensverhältnisse, eine moderne Verwaltung – und zunehmend auch für die Resilienz unseres Landes. Jeder Euro, den wir in die digitale Infrastruktur investieren, ist eine Investition in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der feierlichen Übergabe der Förderbescheide am 13. Januar 2026 in Stuttgart.
Seit Beginn der Breitbandförderung im Jahr 2016 hat Baden-Württemberg 3.784 Projekte unterstützt. Insgesamt wurden dafür rund 3,5 Milliarden Euro Landesmittel sowie weitere 3,85 Milliarden Euro Bundesmittel investiert – zusammen über 7,3 Milliarden Euro.
Mit den bewilligten Maßnahmen entstehen landesweit 57.396 neue Glasfaseranschlüsse. Darunter fallen 53 Schulanschlüsse, 4.004 Anschlüsse für Unternehmen, 2 Anschlüsse für Krankenhäuser, 55 Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen sowie 135 Anschlüsse für schwer erreichbare Grundstücke. Die Förderbescheide wurden den Kommunen bereits im Dezember 2025 zugestellt, die feierliche Übergabe der Urkunden fand nun im Januar 2026 statt. Auf diese Weise konnten die landesseitig zur Verfügung stehenden Mittel des Haushaltsjahres 2025 noch vollständig gebunden werden.
Inzwischen sind für mehr als eine Milliarde Euro Gräben, Leitungen, Schächte, Verteilerkästen und Anschlüsse an Häuser gebaut. Damit sind rund 30 Prozent der vom Land bewilligten Mittel für den Breitbandausbau ausbezahlt und die Investitionen kommen jetzt unmittelbar den Menschen vor Ort zu Gute.
Ende 2025 ist ein weiterer Meilenstein in der baden-württembergischen Breitbandförderung erreicht: Von bisher 3,5 Milliarden Euro landesseitig bewilligten Geldern ist nun mehr als eine Milliarde Euro ausbezahlt.
Mit der Übergabe eines Förderbescheides für ein Breitbandausprojekt werden die Fördergelder für den jeweiligen Antragsteller bereitgestellt. Wenn der Ausbau fortschreitet, werden nach und nach die bewilligten Fördermittel ausgezahlt. Auszahlungen gibt es etwa für den erfolgreichen Abschluss von Teilprojekten und den vollständigen Abschluss eines Ausbauprojektes. Seit 2016 hat so das Land mehr als eine Milliarde Euro an die kommunalen Antragsteller für Breitbandprojekte überwiesen. Damit sind rund 30 Prozent der vom Land bewilligten Mittel für den Breitbandausbau ausbezahlt und die Investitionen kommen jetzt unmittelbar den Menschen vor Ort zu Gute.
Versorgung im Land steigt stetig
Die aktuelle Gigabitverfügbarkeit beläuft sich in Baden-Württemberg auf 76,63 Prozent. Bei der Versorgung mit schnellem Internet haben somit insgesamt drei von vier Haushalten im Land mindestens 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) – ein Gigabit – zur Verfügung. Baden-Württemberg nimmt bei der Gigabitverfügbarkeit Platz 5 von 13 unter den Flächenländern ein. Dies ist umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die landesweite Gigabitversorgung im Jahr 2016 noch 1,4 Prozent betrug.
Die derzeitige Glasfaserquote liegt im Land bei 29,77 Prozent. 130 baden-württembergische Kommunen kommen dabei bereits auf eine Glasfaserquote von über 90 Prozent. Viele Förderprojekte, die die Versorgung in der Fläche kontinuierlich verbessern, befinden sich in der Umsetzung.
Förderbilanz der Jahre 2016 – 2025
Seit 2016 bis 2025 hat die Landesregierung 3.784 Förderprojekte mit einem Fördervolumen von 3,5 Milliarden Euro unterstützt. Der Bund stellte zusätzliche 3,85 Milliarden Euro an Fördergeldern – und damit rund ein Fünftel aller bundesweit bewilligten Fördermittel – für den baden-württembergischen Glasfaserausbau zur Verfügung. Bisher sind somit insgesamt 7,35 Milliarden Euro in den geförderten, landesweiten Breitbandausbau geflossen. Baden-Württemberg ist damit Spitzenreiter im geförderten Ausbau und hat von den bundesseitig bereitgestellten Fördergeldern im Ländervergleich mit deutlichem Abstand am stärksten profitiert.
Schulterschluss zwischen Privatwirtschaft und Kommunen ist entscheidend
Für das weitere rasche Voranschreiten des landesweiten Glasfaserausbaus ist es unerlässlich, dass die privatwirtschaftlichen Telekommunikationsunternehmen und die Kommunen an einem Strang ziehen. Mit dem im Juli 2025 unterzeichneten Glasfaserpakt Baden-Württemberg hat eine breite Allianz aus Kommunalen Landesverbänden, führenden Telekommunikationsunternehmen, Branchenverbänden, Stadtwerken und weiteren Partnern dieses Commitment, dass der flächendeckende Ausbau von Glasfasernetzen nur durch ein gut orchestriertes Zusammenspiel aller Beteiligten gelingt, besiegelt.
„Der baden-württembergische Breitbandausbau ist eine Erfolgsgeschichte, auf der wir uns freilich nicht ausruhen dürfen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist der Motor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Die Landesregierung hat deshalb erneut mit dem Doppelhaushalt 2025/2026 in Höhe von 1,1 Milliarden Euro ein starkes Signal an den Wirtschaftsstandort und an unsere Kommunen gesandt: Wir unterstützen sie verlässlich auf dem Weg ins digitale Zeitalter“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.
Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.
Bei starkem Regen und kaltem Wetter fiel am 17. November 2025 in Wendlingen am Neckar der Startschuss für den geförderten Glasfaserausbau im Industriegebiet.
Künftig erhalten 77 Unternehmen an 27 Adressen Anschlüsse mit Gigabitgeschwindigkeiten – bisher war das Industriegebiet ein „weißer Fleck“. Dafür werden rund acht Kilometer Glasfaserkabel verlegt und zwei neue Verteiler gebaut.
Das Projekt wird mit 375.218,00 Euro aus Mitteln des Bundes, mit 187.609,00 Euro aus Mitteln des Landes und mit 150.087,00 Euro aus Mitteln des Haushalts der Stadt Wendlingen gefördert.
Bürgermeister Steffen Weigel spricht von einem „klaren Bekenntnis für eine zukunftsfähige Infrastruktur“. Bereits zuvor hatte die Telekom die Kernstadt Wendlingen mit Unterboihingen im Eigenausbau erschlossen. Die Kombination aus eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau soll Versorgungslücken schließen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken. Trotz stürmischen Wetters zeigten die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Wendlingen, des Landes Baden-Württemberg, der Gigabit Region Stuttgart GmbH, des Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen und der Deutschen Telekom ihre Freude über den bevorstehenden Ausbau und den nächsten gemeinsamen Schritt in Richtung Zukunft.
Knapp 2,5 Jahre nach dem Spatenstich für den Breitbandausbau ist es so weit: Das Markdorfer Glasfasernetz aus dem Breitband-Förderprojekt „weiße Flecken“ des Zweckverbands Breitband Bodenseekreis (ZVBB) ist seit Oktober in Betrieb. Die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes markiert den erfolgreichen Abschluss des Förderprojektes.
Das Projekt, das auf modernster Glasfasertechnologie basiert, hat zum Ziel, die sogenannten „weißen Flecken“ – also Haushalte, die bislang mit maximal 30 Mbit/s surfen konnten – zu erschließen. Ab sofort ermöglicht das millionenschwere, von Bund und Land geförderte Ausbauprojekt den circa 400 bislang unterversorgten Wohn- und Gewerbeadressen in Markdorf einen deutlich schnelleren Zugang zum World Wide Web. Konkret bedeutet das: Ab sofort profitieren erschlossene Privathaushalte bei TeleData von Datenübertragungsraten bis zu einem Gbit pro Sekunde. Für Gewerbetreibende sind sogar noch deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. Bernhard Schultes, Geschäftsführer des Zweckverbands, wertet diese Entwicklung als wichtigen Schritt: „Die Fertigstellung dieser „weißen Flecken“ ist ein weiterer großer Schritt in Richtung flächendeckende digitale Infrastruktur im Bodenseekreis. Das Ortsnetz in Markdorf ist mit Meckenbeuren das größte Projekt in unserem Ausbaugebiet. Indem wir Ortsnetze wie diese erschließen, verbessern wir nicht nur die digitale Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, sondern stärken zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.“
Die Investitionskosten des gesamten Projekts belaufen sich auf ca. 14 Mio. Euro, wobei fast 90 Prozent dieser Summe über Fördermittel von Bund und Land finanziert wurden. Bei einer Zusammenkunft aller Projektbeteiligten sowie den Fördermittelgebern wurde nun die Inbetriebnahme gefeiert. Hierbei kamen die Vertreter in Markdorf zusammen. Gemeinsam gaben sie mit einem Druck auf den TeleData-Buzzer auch den symbolischen Startschuss für die neu gebaute Dateninfrastruktur.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.zvbb.de/news-detail/inbetriebnahme-der-bisher-unterversorgten-gebiete-in-der-stadt-markdorf.html