Schnelles Internet 5G-Projekte in Baden-Württemberg: Verband Region Rhein-Neckar

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Wir möchten Ihnen regelmäßig besondere Projekte im Bereich Mobilfunk und 5G präsentieren. Hierzu stellen sich die Projektverantwortlichen mit einem Steckbrief und einem Interview vor. Viel Spaß!

Eckdaten zum Projekt

Projekttitel:

RettungsNetz-5G Rhein-Neckar

Anwendungsbereiche: Notruf, Erste Hilfe, Einsatzkräfte
Projektlink: http://www.rettungsnetz5g.de/

Projektort: Mannheim

Projektstart: 26.11.2021
Projektende: 25.11.2024

  • Projektziel:
    Mit Hilfe von 5G soll die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung spürbar verbessert werden. Die Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer digitaler Anwendungen für den Rettungsdienst und die Notaufnahme sollen die Überlebens- und Heilungschancen der Patienten wesentlich erhöhen.

  • Projektbeschreibung:
    Als eines der geförderten Projekte des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) hat das Projekt RettungsNetz-5G zum Ziel, die akute medizinische Notfallversorgung mittels 5G-Technologie zu verbessern. Dabei erprobt das regionale Projektkonsortium rund um den Verband Region Rhein-Neckar, die Universitätsmedizin Mannheim sowie die Universität Mannheim das Potenzial der 5G-Technologie zur Verbesserung der Notfallrettung. Konkret wird in einer ersten Stufe am Beispiel Schlaganfall eine interoperable IT-Plattform zur richtlinienbasierten Optimierung des Behandlungspfads für Schlaganfallpatienten aufgebaut, wie auch die Kontaktaufnahme per Video aus dem Rettungswagen mit ärztlichem Fachpersonal in der Klinik umgesetzt. In einer zweiten Stufe wird der Einsatz eines mobilen Schädel-Computertomographen (CT) im Rettungswagen erstmalig getestet. In der dritten und letzten Phase des Projekts soll die Machbarkeit der 5G Fernsteuerung eines robotischen Interventionssystems für medizinische Eingriffe der Blutgefäße analysiert werden. Alle gewonnenen Daten können über 5G sicher und in Echtzeit übertragen, analysiert und ausgewertet werden. Somit können bessere Diagnosen und schnellere Entscheidungen hinsichtlich Art und Ort der Weiterbehandlung bereits im Rettungswagen getroffen werden.

  • Projektpartner:

BEC GmbH

Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Mannheim e.V.

Freytag Karosseriebau GmbH & Co. KG

Integrierte Leitstelle Mannheim

Siemens Healthineers

Smart Reporting GmbH

Universität Mannheim / Institut für Enterprise Systems (InES)

Universitätsmedizin Mannheim

Verband Region Rhein-Neckar

Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD)

Schriftliches „Interview

  1. Was ist das Ziel des Projektes? Welche Bedarfe werden damit bedient? Was war der Anstoß?

Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt und damit die Frage, wie neue Technologien und insbesondere auch die Kombination neuer Technologien dem Menschen Mehrwerte bieten können. Das Projekt RettungsNetz-5G hat daher zum Ziel, die akute medizinische Notfallversorgung mittels 5G-Technologie zu verbessern. Dabei erprobt das regionale Projektkonsortium rund um den Verband Region Rhein-Neckar, die Universitätsmedizin Mannheim sowie die Universität Mannheim das Potenzial der 5G-Technologie zur Verbesserung der Notfallrettung.

Das Projekt RettungsNetz-5G untersucht in drei Stufen die Zeitersparnis für Schlaganfallpatienten in der Notfallmedizin, die mit Hilfe der 5G-Technologie entsteht. Konkret wird in einer ersten Stufe am Beispiel Schlaganfall eine interoperable IT-Plattform zur richtlinienbasierten Optimierung des Behandlungspfads für Schlaganfallpatienten aufgebaut, wie auch die Kontaktaufnahme per Video aus dem Rettungswagen mit ärztlichem Fachpersonal in der Klinik umgesetzt. In einer zweiten Stufe wird der Einsatz eines mobilen Schädel-Computertomographen (CT) im Rettungswagen erstmalig getestet. In der dritten und letzten Phase des Projekts soll die Machbarkeit der 5G Fernsteuerung eines robotischen Interventionssystems für medizinische Eingriffe der Blutgefäße analysiert werden. Alle gewonnenen Daten können über 5G sicher und in Echtzeit übertragen, analysiert und ausgewertet werden. Somit können bessere Diagnosen und schnellere Entscheidungen hinsichtlich Art und Ort der Weiterbehandlung bereits im Rettungswagen getroffen werden.

  1. Warum ist das Projekt für Sie – für die Region, für die Partner – so wichtig?

Das Projekt RettungsNetz-5G vereint für die Region wichtige Zukunftsthemen, da es sich an der Schnittstelle neuer Innovationen und Techniken befindet und sich im Ergebnis in den Dienst der Gesundheit der Menschen stellt.  

  1. Welche Rolle spielt(e) der Standort für das Projekt?

Der Standort spielt eine absolut große Rolle! Das Projekt verknüpft Spitzenreiter mit herausragenden Expertisen in ihren jeweiligen Domänen um aus dieser Zusammenarbeit Neues zu schaffen. Dabei spielt das besondere Forschungs- und Innovationssystem in der Metropolregion Rhein-Neckar eine besondere Rolle.

  1. Warum 5G? Gab es Alternativen? Wird 5G die Erwartungen (Stichwort: ‚game changer‘) erfüllen?

Als „Game Changer“ würde ich 5G nicht bezeichnen – aber als starken Enabler! In unseren Projekten testen wir 5G insbesondere bei den Faktoren Zeit, Sicherheit, Stabilität und Priorisierung in Campus-Netzen. Das sind die entscheidenden Punkte, die in Kombination mit unserem Projekt-Anwendungsfall große Mehrwerte versprechen. Wir sind dabei für alles offen und freuen uns, wenn aus unserer Ersteinschätzung von 5G als „starkem Enabler“ die neue Erkenntnis reift, dass 5G ist ein „Game Changer“ ist. 

  1. Was sind oder waren (bisher) die größten Herausforderungen des Projektes und wie haben Sie diese gelöst? Sind Sie schon am Ziel oder welche Schritte stehen noch aus?

Das Projekt RettungsNetz-5G befindet sich aktuell noch in der ersten Phase. In Kürze wird ein zur bidirektionalen Datenübertragung aufgerüsteter Rettungswagen an den Start gehen. Dieser Rettungswagen ermöglicht durch eine speziell entwickelte 5G-basierte mobile Video- und Dateneinheit sowohl das Zuschalten von neurologischer Fachexpertise aus der Klinik wie auch die Datenübertragung in Echtzeit auf eine interoperable IT-Plattform. Nach erfolgreicher Umsetzung dieser ersten Phase folgen die oben beschriebenen weiteren Stufen des Projekts (mobiler Schädel-CT, robotisches Interventionssystem) ab Sommer 2023.

  1. Gibt es Spillover-Effekte? Profitieren auch andere Arbeits- oder Lebensbereiche bzw. Akteure von dem Projekt? Ist Ihr Projekt übertragbar für andere Regionen und Themenbereiche?

Das Projekt bereitet den Weg hin zu einer integrierten, mobilen und telemedizinischen Notfallversorgung, die durch frühere und exaktere Entscheidungen Morbidität und Mortalität der Notfallpatienten/Notfallpatientinnen reduziert und somit Therapie- und Überlebenschancen erhöht. Weiterhin wird die Gesamteffizienz des Gesundheitssystems durch die passgenaue Zuteilung erhöht. Langfristig sollen die Erkenntnisse aus dem Projekt auch auf eine größere geografische Fläche sowie auf andere Krankheitsbilder übertragen werden können. Ein großes Potenzial ergibt sich in der Versorgung im ländlichen Raum, in dem Krankenhäuser und Fachexpertise weniger dicht verbreitet sind. Dies wird möglich werden, da Deutschland sich zum Leitmarkt für 5G-Anwendungen entwickeln soll und somit den Ausbau der 5G-Abdeckung auch in ländlichen Regionen vorantreiben wird. Des Weiteren werden Notaufnahmen entlastet werden können, da bereits im Rettungswagen mit der Therapie begonnen und Eingriffe unter telemedizinischer Unterstützung auch in dezentralen Krankenhäusern durchgeführt werden können. Somit wird spezielle medizinische Expertise dezentral und mobil verfügbar gemacht und konzentriert sich nicht mehr nur auf medizinische Zentren.

  1. Was sind Ihre Pläne nach Ablauf des Projektes?

Wir werden die Erkenntnisse für Anschlussprojekte und das weitere Vorgehen nutzen.

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